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20. Oktober 2006 (Aus den Städten, Weitere Initiativen und Bündnisse, Sonstige Unternehmen)

350 Immeo-Mieter und -Mieterinnen für Demo am 2. Dezember in Essen

"Wir müssen unser Kreuz nicht nur auf Wahlzetteln machen, wir müssen es auf der Straße machen", sagte der Sprecher der Holsterhauser Mieterinitiative, als er gestern einer Mieterversammlung in der Gesamtschule Holsterhausen die Demonstration am ersten langen Samstag im Dezember vorschlug. Und einmütig stimmte die Versammlung zu. Die Mieterinitiative hatte zu der Versammlung eingeladen, nachdem der Verkauf der Wohnungen von Immeo durchgesickert war. Schon nach zwei Jahren hatte Immeo am 5. Oktober erfolreiche Verkaufsverhandlungen mit dem französischen Real Investment Trust (REIT) "Foncières Développement Régions" gemeldet.

Die große Aula der Gesamtschule war brechend voll. Ca. 350 Mieter und Mieterinnen berieten die Lage nach dem Verkauf. Diesmal waren auch Mietervertreter aus Essen-Borbeck und Mülheim-Heimaterde mit dabei. Alte "Kruppianer" und ihre Frauen, teils mehr als 40 Jahre Mieter in den Immeo-Wohnungen, gaben ihrem Ärger über die Wortbrüchigkeit von Krupp-Thyssen, die ihre Wohnungsbestände 2004 an internationale Fonds verkauft hatten, deutlich Ausdruck. Sie beklagten sich über das Schweigen von Politiker und über die Zustimmung ihrer Konzernbetriebsräte zum Erstverkauf an die Fonds.
Sie forderten, dass Konzern, Stadtspitzen und Betriebsräte Verantwortung für die fatalen Folgewirkungen für die Mieter zu übernehmen hätten.

Die Demonstration am Samstag, 2.12., beginnnt um 12 Uhr auf dem Frohnhauser Markt.


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