Wohnungspolitik > Land NRW
7. April 2005 (Land NRW)

Wird Wohnraum wieder knapp?

NRW-Wohnungsbau-Minister Michael Vesper (Die Grünen) warnt vor einem neuen Engpass bei preisgünstigen Mietwohnungen an Rhein und Ruhr. Der Bedarf für neue Wohnungen läge bei 60 bis 80.000 pro Jahr. Tatsächlich fertiggestellt wurden 2004 aber weniger als 50.000.

Nach Ermittlungen des Bauministeriums steigt die Zahl der Wohnungssuchenden Haushalte wieder an und liegt derzeit bei 100.000. In Teilen des Landes sei deshalb die ausreichende Versorgung vor allem mit preiswerten Mietwohnung in Gefahr. Vesper appellierte an die Kommunen, sich der steigenden Bedeutung kommunaler Wohnungspolitik durch Hartz IV bewusst zu werden. Durch die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe seien die Städte jetzt auch für die Wohnungsversorgung von Arbeitslosen zuständig. In den meisten Städten wird dadurch die Zahl der Haushalte, für deren Mietübernahme jetzt die gleichen Kriterien gelten wie für die bisherigen Sozialhilfe-Haushalte, mehr als verdoppelt.
Insgesamt sind laut Vesper zehn Prozent aller Haushalte in NRW davon betroffen. Er forderte deshalb die Kommunen auf, mit Aufforderungen zum Umzug bei zu hoher Miete behutsam umzugehen.
Allerdings tut auch die Landesregierung selbst sehr viel weniger für den Wohnungsbau als in den 90er Jahren. 2005 stehen gerade mal 985 Millionen € für den Bau von nur noch 13.500 neuen Wohnungen zur Verfügung, darunter 8.000 Eigentumswohnungen, 4.800 Mietwohnungen und 700 Wohnheimplätze für Alte und Behinderte. In den Hochzeiten der Wohnungsbauförderung hatte NRW Geld für bis zu 35.000 Wohnungen jährlich; eine Mehrheit davon waren Mietwohnungen.


>>> Rechtsberatung für Mieterinnen und Mieter
 

Twitter


Arbeitsgemeinschaft der Mietervereine Bochum, Dortmund, Witten, Mietergemeinschaft Essen

Kontakt | Sitemap | Impressum