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7. März 2008 (LEG NRW)

Zahl der LEG-Bieter schrumpft zusammen

Trotz Immobilienkrise und dem damit verbundenen Preisverfall hält die Landesregierung am Verkauf der LEG fest. Im Februar lehnte der Landtag mit den Stimmen der FDP und der CDU den Antrag der Grünen, den Verkauf wegen der Finanzkrise zu stoppen, ab. Zuvor war durchgesickert, dass einer der namhaftesten Kandidaten für die LEG-Übernahme, die GAGFAH-Holding des US-Finanzinvestors Fortress, aus dem Bieter-Verfahren ausgestiegen sei. Angeblich hält die GAGFAH die in der "Sozialcharta" vorgesehene Beschränkung von Weiterverkäufen für unakzeptabel.

Anders als vor ein bis zwei Jahren lassen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen keine Gefechte mit übersteigerten Preisen mehr zu. Die weltweite Finanzkrise erschwert die Finanzierung von Großübernahmen durch Fondsgesellschaften. Die Zeiten, da aufgrund niedriger Zinsen der bloße Kauf eines Unternehmens mit sicheren Mieteinnahmen schon Rekordgewinne brachte, sind vorbei. Ernüchtert stellen angelsächsische Fondsgesellschaften fest, dass die deutschen Wohnimmobilien in den Bietergefechten der Jahre 2004-2005 überbewertet wurden. Die Wohnungen sind nur schwer zu privatisieren, der Investitionsbedarf ist erheblich und die Nachfrage nach veralteten Wohnungen ist in vielen Regionen sehr beschränkt.
Seit dem letzten Jahr werden die reinen Finanzakrobaten nun wieder von Immobilienmanagern abgelöst, die sehr viel genauer hinschauen, was sich rechnet und was nicht. Alles andere als rosige Zeiten also für einen lohnenden LEG-Verkauf.
Wenn man allerdings bedenkt, wie viele Milliarden die WestLB mit ihren Immobilienspekulationen in den USA in den Sand gesetzt hat, kommt es vielleicht aus Sicht von Rüttgers auf ein paar hundert Millionen Euro Spekulationsverluste beim LEG-Verkauf auch nicht mehr an.
Zu den sicher verblieben Bietern auf die LEG gehört bei Redaktionsschluss die Deutsche Annington. Der bleibt aufgrund ihrer bereits erzielten Größe geschäftlich nichts anderes übrig als weiter zu wachsen. Zweiter sicherer Kandidat ist der Whitehall-Fonds der US-Großbank Goldmann und Sachs. Whitehall war bereits an Immobilienübernahmen und -weiterverkäufen in Berlin beteiligt. Sicher kein Dauerparker.
Daneben kommt es immer wieder zu Meldungen, ein Konsortium um den israelischen Investor Brack, ein irisches Maklerunternehmen oder die niederländische "Ex-LEG" und heutige Bankentochter Bouwfonds bemühten sich um eine Übernahme


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