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15. September 2008 (Sonstige Unternehmen)

Der Fahrstuhl kommt

Der nachträgliche Anbau oder die Vergrößerung von Balkonen ist zum Modernisierungsstandard geworden. Wohnungen wären sonst nur noch schwer zu
vermieten. In einer älter werdenden Gesellschaft mit dem Leitbild "Selbstbestimmtes Wohnen" wird auch der Fahrstuhl im Mehrfamilienhaus bald selbstverständlich werden.

Die gesetzliche Vorschrift, dass in Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen Aufzüge eingebaut werden müssen, besteht seit 1954. Bei genehmigungspflichtigen Umbauten von Wohnhäusern müssen diese nach der Bauordnung des Landes NRW "auch zur Aufnahme von Kinderwagen, Rollstühlen, Krankentragen und Lasten geeignet sein." Die lange Zeit verpönten Hochhäuser sind also fast schon "von Geburt an" für die Zukunft gerüstet.
Sie könnten nach Wohnungsmodernisierung und energetischer Sanierung eine Renaissance erleben. So wirbt die Ruhr-Lippe Wohnungsgesellschaft für den komplett erneuerten Hörder Clarenberg mit den Attributen "familienfreundlich, seniorengerecht und barrierefrei" wieder erfolgreich um Mieter.

Angestellte Aufzüge

Für Altbauten mit weniger Geschossen gibt es, außer für therapeutische Einrichtungen, keine Nachrüstungspflicht. Das Land NRW fördert mit dem Programm "BestandsInvest 2006" u.a. den erstmaligen Ein- und Anbau von Aufzügen oder Modernisierung eines vorhandenen Aufzugs. In Dortmund wurden 2006 und 2007 jeweils zwei Förderanträge bewilligt. Im Rahmen ihres Programms "Wohnen in den besten Jahren" hat DOGEWO21 einige "Viergeschosser" mit einem hohen Anteil an älteren Mietern in Scharnhorst-Ost und Aplerbeck (Aplerbecker Straße 381 und 383) nachträglich mit Fahrstühlen ausgerüstet. Das Haus Maiglöckchenweg 4 wurde für eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz umgebaut und an den Caritasverband Dortmund vermietet. Schon 2005 war mit der Nachrüstung der Häuser Elberskamp 12 und 16 und Göllenkamp 39 und 45 in Bodelschwingh begonnen worden. In allen Fällen wurden die Anlagen im Zuge einer umfassenden Modernisierung als Außenaufzüge an die frei stehenden Gebäude angestellt. Sie ermöglichen jetzt für einen großen Teil der Wohnungen einen barrierefreien Zugang. Bei den übrigen sind nur noch wenige Treppenstufen zu überwinden. Pressesprecherin Regine Stoerring: "Die Schaffung von barrierearmen oder -freien Zugängen zu Häusern und Wohnungen ist ein wichtiger Baustein des Programms. Das trägt dazu bei, den Wunsch der meisten älteren Menschen zu erfüllen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Viele der Maßnahmen nützen aber auch anderen Bewohnergruppen. Mit Hilfe der neuen Aufzüge können Familien leichter den Kinderwagen transportieren, größere Einkäufe sind jetzt leichter in die Wohnung zu schaffen."


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