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19. August 2015 (Pressemitteilungen, LEG NRW, Vermieter)

Quartalsbericht: LEG LÄSST MIETEN STEIGEN. Instandhaltung weiter auf sehr niedrigem Niveau

Zu dem am 15.8.2015 veröffentlichten 2. Quartalsbericht der LEG Immobilien AG erklärt das Mieterforum Ruhr (Mietervereine Bochum, Dortund, Witten und Mietergemeinschaft Essen):

Im nicht-preisgebunden Bestand hat die LEG die Mieterlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 % gesteigert. Und das, obwohl der Leerstand zunahm. 

Diese Mieterhöhungen hat sich die LEG nicht verdient. Denn die Werte für die Investitionen in den Wohnungsbestand stagnieren auf dem katastrophal schlechten Vorjahreswert von 5,50 €/qm im Halbjahr. Was das für die Mieter bedeutet, kann man zunehmend besichtigen. In Siedlungen wie der Trabantenstadt Wulfen-Barkenberg (23 % Leerstand) klagen zahlreiche Mieter über Schimmelschäden. Diese entstehen, weil die mit veralteten Nachspeicheröfen teuer beheizten Wohnungen schlecht gegen Wärmeverluste und Feuchtigkeit geschützt sind. 

Wenn die LEG trotz der zunehmenden Vernachlässigung ihrer Bausubstanz überdurchschnittliche Mieterhöhungen erzielen konnte, so liegt das unter anderem daran, dass sie etwa die Hälfte ihrer geringen Bestandsinvestitionen als Modernisierungskosten auf die Mieter umlegt.

Siehe hierzu die geplante Modernisierungen in Dortmund-Benninghofen. Hier sollen die Kaltmieten um über 40% auf bis zu 7,80 € /m² im Monat steigen (mvdo.de/leg.html). 

Außerdem die LEG von ihren Kunden regelmäßig Mieterhöhungen, die oft oberhalb der rechtlich zulässigen ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Vergangene Woche ist sie in Bochum mit einer überzogenen Mieterhöhung vor Gericht gescheitert (vgl. http://www.derwesten.de/staedte/bochum/leg-scheitert-vor-gericht-mit-mieterhoehung-id10988300.html). 

Eine weitere mieterfeindliche Praxis der LEG besteht darin, einen hohen Anteil der Personalkosten ihrer sogenannten Hausmeister als Betriebskosten auf die Mieter umzulegen. Für Witten hat die LEG bestätigt, dass sie diese Kosten nicht belegen kann. Die Hausmeister werden hauptsächlich bei Wohnungsabnahmen und der Neuvermietung tätig.

Die Kosten desartiger Verwaltungstätigkeiten dürfen rechtlich nicht auf die Mieter abgewälzt werden. 

Wir raten den Mieter/innen der LEG – vor allem auch den durch Aufkäufe von Wohnungen neu dazu gekommenen: Prüfen Sie alle Abrechnungen, Mieterhöhungen und Modernisierungsankündigungen der LEG äußerst kritisch!

Pressemitteilung Mieterforum Ruhr e.V. // 19.08.2015


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