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23. März 2016 (Aus den Städten)

Mieterverein Bochum: Zu den aktuellen Protesten Geflüchteter vor dem Bochumer Rathaus erklärt der Mieterverein

Sammelunterkünfte sind Notunterkünfte. Sie sind kein Ort, an dem Menschen länger als ein paar Tage oder schlimmstenfalls einige Wochen bleiben sollten. Zum Wohnen gehört Privatsphäre, die es dort regelmäßig nicht oder nur ganz unzureichend gibt. Je größer die Unterkunft, desto schlimmer die Situation für die Betroffenen.

In Bochum gibt es nach offiziellen Angaben immer noch über 8.000 leer
stehende Wohnungen. Platz für 15.000 Menschen, selbst wenn man nur die
hier übliche, sehr geringe Belegungsdichte von 1,9 Bewohner pro Haushalt
zugrunde legt. Niemand müsste in Bochum in einer Notunterkunft leben,
wenn diese freien Wohnungen dem Markt zur Verfügung stünden.

Anders als in Dortmund, das 2012 fürs Stadtgebiet eine
Zweckentfremdungssatzung erlassen hat, ist Leerstand in Bochum nicht
verboten. Aus unserer Sicht muss sich das schnell ändern. Wir verkennen
nicht, dass die Stadt Bochum einiges getan hat, um leere Wohnungen zu
aquirieren - noch im Sommer 2015 wurde die Leerstandszahl mit 9.400
angegeben. Das bisher Erreichte ist aber offensichtlich nicht genug.


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