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21. März 2007 (Bundespolitik)

REITs: Große Koalition macht Finanzlobby Zugeständnisse

Wer keine steuerbefreite Immobilienspekulation will, sagt am Freitag komplett NEIN zu REITs - Mit der heutigen Entscheidung des Bundestags-Finanzausschuss zur Zulassung von Auslandsgeschäften und zur Verkürzung der Haltefristen hat die Große Koalition der Immobilienspekulation weitere bedenkliche Zugeständnisse gemacht. Mieterforum Ruhr befürchtet, dies erst der Beginn für weitere Liberalisierungen bei den steuerbefreiten Immobiliengeschäften ist.

"Mit Erleichterung nehmen wir zur Kenntnis, dass es der Finanzlobby und der CDU nicht gelungen ist, die Regelungen zum Schutz von Wohngebäuden wieder aus dem REITs-Gesetzentwurf zu streichen", sagt Mieterforums-Sprecher Knut Unger. „Die Zulassung von Auslandsgeschäften bedeutet aber, dass nun auch deutsche REITs als Plattform internationaler Immobilienspekulation genutzt werden können. Und dass Immobilien nur noch 5 Jahre statt 10 Jahre im Eigentum eines Unternehmens sein müssen, bevor sie steuervergünstigt an einen REIT verkauft werden können, ist ein Zugeständnis an Finanzfonds, die nur kurzfristig in Immobilien investieren. Wir müssen damit rechnen, dass die REITs-Regelungen weiter unter massivem Liberalisierungsdruck stehen werden. Wer keine steuerbefreite Immobilienspekulation will, sagt am Freitag komplett NEIN zu REITs."

Für Freitag den 23.März, 14:30 Uhr rufen Mieterforum Ruhr, Habitat International Coalition und die Volksinitiative Sichere Arbeitsplätze und Wohnungen zu einer Protestaktion gegen REITS und Privatisierung vor "Annington" auf.


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