Ohne Kategorie
8. Dezember 2007 (Ohne Kategorie)

Energieausweis zeigen lassen!

Am 1. Oktober 2007 trat auch die Reform der Energie-Einsparverordnung (EnEV 2007) in Kraft. Unter anderem verpflichtet sie Immobilieneigentümer, einen Energieausweis für ihr Gebäude erstellen zu lassen und bei einem Mieter- oder Eigentümerwechsel zugänglich zu machen. Dieser dokumentiert in verbindlicher Form auf vier Seiten den Energiestandard.

Neben allgemeinen Angaben zum Gebäude werden "Kennwerte" für den Energieverbrauch oder für den Energiebedarf gemacht und zwar unabhängig vom individuellen Heizverhalten. Entsprechend handelt es sich um einen einfacheren, verbrauchsorientierten oder einen aufwändigeren und deshalb für den Gebäudeeigentümer teureren bedarfsorientierten Energieausweis. Weiterhin wird zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden und verschiedenen Altersklassen unterschieden.

Nach diesen Unterscheidungen bemisst sich der Zeitplan der Einführung: Für Wohngebäude mit Baufertigstellung bis 1965 gilt diese Verpflichtung ab 1. Juli 2008, für jüngere Wohngebäude ab 1. Januar 2009. Bis zum 01. Oktober 2008 besteht für alle Gebäude Wahlfreiheit zwischen Bedarfs- oder Verbrauchsausweis. Danach besteht diese Wahlfreiheit weiter für Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten, unabhängig vom Baujahr; für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, für die ein Bauantrag nach dem 1. November 1977 gestellt worden ist.

Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten, für die ein Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt worden ist, müssen ab 01.10.2008 Bedarfsausweise erstellt werden. Energieausweise gelten in der Regel zehn Jahre ab Ausstellungsdatum. Wegen bestehender Übergangsvorschriften rät die Eigentümervereinigung Haus und Grund, den billigeren Verbrauchsausweis schon jetzt ausstellen zu lassen, so dass schon vor dem eigentlichen Start Energieausweise im Umlauf sein dürften.

Wer nicht umzieht, aber neugierig auf die Energie-Kennzahlen seines Hauses ist, ist auf das Wohlwollen des Eigentümers angewiesen. Oder muss sich weiterhin über den "Kommunalen Heizspiegel" schlau machen.

TIPP: www.heizspiegel.de


>>> Rechtsberatung für Mieterinnen und Mieter
 

Twitter


Arbeitsgemeinschaft der Mietervereine Bochum, Dortmund, Witten, Mietergemeinschaft Essen

Kontakt | Sitemap | Impressum