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17. März 2009 (Gagfah)

GAGFAH unter Druck

Obwohl Vermieten in Deutschland eine vergleichsweise sichere Bank ist, geraten die Wohnungsunternehmen unter Fonds-Kontrolle zunehmend unter Krisendruck. Bei FORTRESS, dem Hauptanteilseigner der GAGFAH (175.000 Wohnungen), sind in den USA die Aktienkurse gesunken.

Der Finanzanleger sucht nach neuen Anlegern für seine Immobilienfonds. Die GAGFAH-Aktie selbst fiel von 26,10 Euro im Dezember 2006 auf 1,88 Euro im letzten Oktober. Sie erholte sich danach etwas. Die Aktionäre werden bislang durch eine Dividendenrendite von 26 Prozent getröstet. Aber auch diese ist nach Ansicht von Analysten nicht mehr sicher. Die Gagfah wurde im Zuge des Kaufs mit hohen Schulden belastet. 2013 muss sie einen Kredit über 5,6 Mrd. Euro refinanzieren. Es ist ungewiss, wie hoch die Zinskosten werden. Unter diesen Bedingungen können Fortress, Gagfah & Co. Ihre Expansionsgelüste begraben. Im Dezember meldete die Presse, dass Fortress-Deutschland- Chef Matthias Moser das Boot verlässt.

Unterdessen häufen sich Meldungen über Weiterverkäufe ehemaliger Woba-Wohnungen in Dresden, schimmelige Häuser oder überzogene Nebenkostenvorauszahlungen.
Mit einem "erweiterten Kundenservice" und Telefonhotlines will die Gagfah nun die Mieterzufriedenheit verbessern.


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