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12. April 2005 (Aus den Städten)

Mieter verlassen Emscherregion

63 % der Menschen, die aus den Kernstädten des Ruhrgebietes fortziehen, bleiben auch an ihrem neuen Wohnstandort Mieter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Essen-Duisburg im Auftrag des Kommunalverbandes Ruhr. Nur 28 % der Abwanderer verwandeln sich von Mietern in Eigentümer.

Bislang gingen viele davon aus, die Suche nach günstigem Eigentum treibe Familien ins Umland. Dieser These widerspricht die Studie auch in anderer Hinsicht: Die meisten Leute ziehen von einer Ruhrgebietsstadt in eine andere. Und: Die meisten Umzieher sind kinderlos. Zwar bevorzugen Familien mit Kindern und ältere Ehepaare Städte am Ballungsrand, eine wirkliche Umlandwanderung gab es aber nur in Duisburg und Dortmund.
Stadtteile in der Emscherzone wie die Dortmunder Nordstadt verlieren auch Einwohner, weil die Mieter mit der Umwelt und der sozialen Situation im Stadtteil unzufrieden sind. Hier droht eine gefährliche Abwärtsspirale, wenn
Bedeutender als die Abwanderung ist die niedrige Geburtenrate. Das Schrumpfen des Ruhrgebiets erfasst zunächst die Kernstädte, dann den Rand. Mit billigem Bauland ist da nichts zu machen.


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