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1. Januar 2004 (Bundespolitik)

Wohnen & Arbeiten

In Folge der Hartz-Reformen werden bereits im nächsten Jahr viele Erwerbslose empfindliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen und gleichzeitig wächst der Druck, eine Arbeit auch zu nachteiligen und ungesicherten Bedingungen aufzunehmen. Unsichere Arbeitsplätze, Zeitarbeit, befristete Beschäftigungsverhältnisse, Minijobs und Scheinselbständigkeit gehören heute weit mehr zum Alltag der Bevölkerung, als man es sich noch vor wenigen Jahren vorstellen konnte. Auch in Folge der Kürzungen im Rentenbezug und der Mehrbelastungen im Gesundheitswesen wird das verfügbare Einkommen eines Teils der Bevölkerung merklich sinken.

Wenn es die vorrangige Aufgabe der Wohnungs- und sozialen Stadtentwicklungspolitik ist, die Sicherheit des Wohnens zu garantieren, die Bezahlbarkeit der Wohnkosten zu gewährleisten und lokale soziale Netze zu stabilisieren, dann wird unter diesen Bedingungen Wohnungspolitik wichtiger denn je. Sie trägt entscheidende Verantwortung dafür, dass die Verluste an sozialer Sicherheit nicht die Grundexistenz der Betroffenen gefährden, dass Wohnungslosigkeit, Vereinzelung und räumliche soziale Spaltungen vermieden werden. Und schließlich sind bezahlbare und sichere Wohnverhältnisse in funktionierenden Nachbarschaften auch eine Voraussetzung dafür, dass die Flexibilität der Arbeitsmarktanforderungen sozial und individuell verkraftet werden kann - und dass die ArbeitnehmerInnen die Kraft aufbringen, kollektiv für ihre Interessen einzutreten.


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