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26. März 2012 (Weitere Initiativen und Bündnisse, Sonstige Unternehmen)

Zinkhüttenplatz: Ausverkauf statt Mustersiedlung

In den frühen 60er Jahren galt die Siedlung am Duisburger Zinkhüttenplatz als Musterbeispiel guten Sozialwohnungsbaus. Geplant wurde sie von dem berühmten Architekten Max Taut, einem der Gründungsväter der klassischen Moderne im Städtebau.

Die Qualität der Bauten hebt sich trotz der Vernachlässigung durch den heutigen Eigentümer, die Immeo Wohnen GmbH, deutlich von anderen Sozialsiedlungen der 60er Jahre ab. Es gibt bewusst unbebaut gebliebene große Grünflächen, denn es sollte damals "Landschaft" in die Stadt geholt werden. Die Gebäude sehen nicht alle gleich aus, sondern sind in ihrer Höhe bewusst abgestuft. Die Verkehrserschließung wurde mittels einer Stichstraße so gelöst, dass es nicht zu Lärmbelästigungen kommt.

Für das Stadtplanungsamts der Stadt Gelsenkirchen scheint das alles keine Rolle zu spielen. Die Begründung zur Aufstellung des Bebauungsplans geht nicht mit einem Wort auf die Qualität der Siedlung und erst recht nicht auf die Lage der dort lebenden Menschen ein. Stattdessen wird ausdrücklich davon ausgegangen, dass sich die Immeo mit dem Investor über die Umsiedlung der Mieter einigen wird. Die Möglichkeit einer Alternative zur Vertreibung wird nicht einmal angedeutet.


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