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10. Dezember 2012 (Aus den Städten)

Endlich fertig: Der Bochumer Mietspiegel 2012

Eigentlich sollte er zum 1. April 2012 fertig sein - der neue Bochumer Mietspiegel. Doch monatelang war nach außen nichts zu hören aus dem Arbeitskreis, der ihn erstellt und dem auch der Mieterverein angehört. Hinter den Kulissen ging es allerdings hoch her.

Der Bochumer Mietspiegel wird seit vielen Jahren von einem Arbeitskreis erstellt, dem die Mietervereine Bochum und Wattenscheid, mehrere Haus + Grundeigentümervereine, die AG der institutionellen Wohnungswirtschaft und die Stadt Bochum angehören. Sie erheben gemeinsam alle zwei Jahre Daten, aus denen dann der Mietspiegel gebildet wird.

Nach der Einigung über einen einheitlichen Fragebogen erfolgt die Phase der Datenerhebung und dann die Auswertung, die ein Wissenschaftler der Ruhr-Uni vornimmt. Der Laie stellt sich das vielleicht ganz einfach vor: Macht schließlich ein Computer. In Wirklichkeit sind solche statistischen Auswertungen ein hoch kompliziertes Unterfangen.

Denn es ist gilt nicht nur, herauszufinden, welche Merkmale einer Wohnung Einfluss auf die Miete haben und welche nicht. Oft korrelieren Merkmale auch miteinander, d. h. sie stehen in einem Zusammenhang. Eine Wohnung mit Wärmedämmung hat z. B. meistens auch Isolierfenster. Umgekehrt ist das nicht immer der Fall. Solche Korrelationen gilt es aufzuspüren und zu berücksichtigen. Oft sind Ergebnisse auch widersprüchlich oder unplausibel, und auch dann ist Feinarbeit gefragt

Bei der Untersuchung solcher Ungereimtheiten fiel dann Ende Mai auf, dass etliche 100 Datensätze in die Untersuchung eingeflossen waren, die Fehler enthielten. Hektische Versuche über den Sommer, diese zu korrigieren, scheiterten. Deshalb setzte sich der Arbeitskreis im Herbst erneut zusammen, um eine Alternativlösung zu suchen.

Dabei kam Folgendes heraus:
• Aus den fehlerhaften Daten wird kein neuer Mietspiegel gebildet.
• Stattdessen wird der alte Mietspiegel mit um 2,5 % erhöhten Werten fortgeschrieben. Das entspricht in etwa der Inflationsrate.
• Der neue Mietspiegel hat eine verkürzte Laufzeit bis Ende 2013.
• Der Arbeitskreis beginnt sofort mit den Vorarbeiten für den Mietspiegel 2014 und sucht dabei auch nach einer neuen Methode für die Datenerhebung.


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