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1. Juli 2003 (Ohne Kategorie)

DMB: Organisation im Wandel

Kommentar - Acht Jahre ist es jetzt her, seit Anke Fuchs auf dem Mietertag in Potsdam zur neuen Präsidentin des DMB gewählt wurde und Franz Georg Rips den Posten des Direktors übernahm. Unglaublich, wie sich diese Organisation seither gewandelt hat!

In Erfurt, nach Potsdam und Warnemünde der dritte Mietertag im Osten, war nahezu alles verwirklicht, was die Mietervereine unserer Arbeitsgemeinschaft früher so oft vergeblich gefordert haben: Mieterpolitischer Bericht der Präsidentin, Geschäftsbericht des Direktors, Kassenbericht, Bericht über die Umsetzung der Anträge des letzten Mietertages und sogar die Beschlussempfehlungen der Antragsprüfungskommission - alles lag vorher schriftlich vor. Vorbei die Zeiten der Geheimniskrämerei, in denen sogar die Einnahmen und Ausgaben der letzten zwei Jahre in solchem Tempo mündlich heruntergerattert wurden, dass selbst Delegierte, die es wissen wollten, so schnell gar nicht mitschreiben konnten. Die neue DMB-Führung lässt sich in die Karten kucken. Und sie kann sich das leisten, denn sie macht gute Arbeit.
Auch der Stil hat sich gewandelt, das Durchschnittsalter der Delegierten ist um 20 Jahre gesunken. Vorbei die Zeiten 45-minütiger Selbstbeweihräucherung und streng gebundener Krawatten. Lockerer und offener ist man geworden. So sprach das Schlusswort auf der Kundgebung nicht die Präsidentin selbst, sondern ihre Vertreterin Ellen Schultz aus Halle - eine von inzwischen fünf(!) Frauen im 12-köpfigen Vorstand. Und - sensationell: Mit Prof. Hans Eichener vom Bochumer Inwis-Institut hielt erstmals ein Organisationsfremder einen Sachvortrag auf einem Mietertag.
Über einen Mangel an Selbstbewusstsein kann man allerdings auch bei der heutigen DMB-Führung nicht klagen. So machte Anke Fuchs mit der Forderung nach einer Umwandlung der Eigentumsförderung in eine Investitionszulage Politik, bevor der Mietertag diese Forderung überhaupt beschlossen hatte. Der Glaube daran, dass die Delegierten schon beschließen werden, was das Präsidium empfiehlt, ist halt immer noch unerschütterlich. Genau wie früher.


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