28. November 2013 ()

Bundesweiter Heizspiegel 2013: Verbraucher zahlen neun Prozent mehr

Die Heizkosten sind im vergangenen Jahr um durchschnittlich neun Prozent gestiegen. Kältere Temperaturen und steigende Energiepreise sind die Ursachen hierfür. Das kältere Klima ließ die Deutschen in 2012 durchschnittlich fünf Prozent mehr Heizenergie verbrauchen. Die Preissteigerung bei Heizöl betrug ca. neun Prozent, die Erdgas- und Fernwärmepreise erhöhten sich jeweils um ca. fünf Prozent.

Aktuelle Vergleichswerte für die Heizkosten und den Heizenergieverbrauch in Deutschland liefert der neue Bundesweite Heizspiegel 2013, den die gemeinnützige co2online GmbH mit Unterstützung des Deutschen Mieterbundes e.V. veröffentlicht hat. Das Vergleichsinstrument unterstützt jährlich ca. 100.000 Haushalte und Beratungseinrichtungen dabei, den energetischen Zustand von Wohngebäuden einzustufen. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Die Basis für die neunte Auflage bilden die Daten von knapp 100.000 zentral beheizten Wohngebäuden aus dem ganzen Bundesgebiet, die co2online aus seiner umfangreichen Gebäudedatenbank ausgewertet hat.

Prognose für 2013 zeigt keine Entspannung

2012 war im Vergleich zu 2011 bereits ein kühleres Jahr – im ersten Quartal 2013 waren die Temperaturen gegenüber dem identischen Vorjahreszeitraum nochmals um knapp 12 Prozent niedriger. Diese kalten Wintermonate treiben die Energieverbräuche und damit die Heizkosten weiter in die Höhe. „Allein die niedrigen Temperaturen zwischen Januar und März 2013 kosten den Verbraucher zusätzlich etwa 55 bis 65 Euro“, schätzt Dr. Tobias Scholz, Sprecher MieterForum Ruhr e.V. „Wenn jetzt noch das vierte Quartal dieses Jahres ähnlich kalt wird, drohen Mietern um 130 bis 150 Euro teurere Heizkostenabrechnungen als 2012.“

Heizspiegel kostenfrei  erhältlich

Der Bundesweite Heizspiegel 2013, der als zusätzlichen, kostenlosen Service eine schriftliche Analyse der Heizkostenabrechnung anbietet, steht als PDF-Datei zum Download auf www.mieterforum-ruhr.de bereit und ist in den Geschäftsstellen der Mietervereine erhältlich.

Heizkostenverbräuchte können auch interaktiv über den Heizcheck des Mieterbundes und der co2online GmbH geprüft werden.

Heizkostenabrechnungen überprüfen lassen!

Wer seine Betriebskostenabrechnung rechtlich überprüfen lassen möchte, ist beim örtlichen Mieterverein an der richtigen Adresse. 



Dateien:
BWHS_2013_Abrechnungsjahr_2012_web.pdf560 K
>>> Rechtsberatung für Mieterinnen und Mieter
 

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