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1. April 2003 (Vonovia)

Viterra Contracting:

Geld zurück für Alle? - Ganz neue Töne kommen aus dem Hause Viterra. Im Gespräch mit dem hauseigenen „Mieter-Magazin“ sagte Vorstandsmitglied Uwe Michalowski: „Falls es aus grundsätzlichen, juristischen Erwägungen zu Rückzahlungen kommen sollte, werden wir diese auch leisten, unabhängig davon, ob ein Mieter Einspruch eingelegt hat oder nicht.“ Gemeint waren die Heizkostenabrechnungen, die derzeit wegen extrem hoher Nachforderungen in tausenden Haushalten für Aufregung sorgen.

Hauptursache dafür, so vermuten Mietervereine, ist neben gestiegenen Heizölpreisen und dem strengen Winter der zweite Versuch von Viterra, das umstrittene Wärmecontracting durchzusetzen. Bei jedem vierten Haushalt wurde die Heizkostenabrechnung 2001 nach diesem Verfahren erstellt - nämlich bei den freifinanzierten Wohnungen mit Zentralheizung. Den ersten Versuch hatte 1999 die „Schiedsstelle Betriebskosten“ einkassiert. Schon damals hatte es Rückzahlungen in Höhe von 5 Mio. € gegeben. Die Mietervereine halten den Umstieg auf Wärmecontracting ohne ausdrückliche Zustimmung der MieterInnen weiter für unzulässig. Hunderte Einsprüche sind in Bochum eingegangen, eine gerichtliche Klärung wird angestrebt.
Bemerkenswert ist Michalowskis Ankündigung, weil es bisher Geschäftspolitik seines Hauses war, bei Mietern, die nicht erfolgreich geklagt hatten, auch rechtlich unzulässige Beträge zu kassieren.


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