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4. August 2005 (Vivawest)

RAG: Börsengang und Aufkäufe

Das Unternehmen will kräftig mitmischen - Nicht nur ausländische Fonds setzen auf Immobilienverwertung. Auch die Immobilentochter der Ruhrkohle AG (RAG) will mitmischen. Nach dem geplanten Börsengang will die RAG die Immobilien als eigenes Geschäftsfeld weiter betreiben. Hoffnungen, dass damit eine „regionale“ Alternative zu den internationalen Fonds entsteht, stehen Befürchtungen entgegen, dass die RAG eine ähnliche Verwertungspolitik betreiben wird.

Zur RAG Immobilien AG gehören Flächen- und Projektentwicklung, aber auch 70.000 Wohnungen, z.B. in der Wohnbau Westfalen (früher Hoesch Wohnungsgesellschaft) oder die Lünener LSWG. Insgesamt geht es um 70.000 Wohnungen und 2400 Beschäftigte, die einen Umsatz von 770 Mio. Euro erwirtschaften. Die RAG hat sich bisher zu ihren Wohnungen und damit auch zur Region Ruhrgebiet bekannt. Damit steht die RAG neben der anderen Bergarbeiterwohnungsgesellschaft THS und nur noch wenigen öffentlichen Wohnungsunternehmen, fast allein da.
Die RAG will nach eigenem Bekunden das Immobiliengeschäft nicht abstoßen. Sogar über einen möglichen Kauf der (THS) mit ihren 80 000 Wohnungen durch die RAG wurde in den letzten Wochen spekuliert. Für die THS freilich gelten besondere Regelungen, der Staat und die IG BCE sind an ihr beteiligt. Mieterhöhungen sind beschränkt.
Ein Übernahme der THS durch eine börsennotierte, auf Renditesteigerung orientierte RAG muss ebenso abgelehnt werden wie eine Entlassung der RAG Immobilien aus ihren sozialen Verpflichtungen. Auch der Bergarbeiterwohnungsbau gehört zu den langfristigen Steinkohle-Verpflichtungen, die vor dem Börsengang gesichert werden müssen.


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