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4. August 2005 (Vonovia)

Viterra für 7 Mrd. Euro an Annington verkauft

150.00 Mieter von Fonds abhängig - Im Juni hat die E.ON AG die Viterra an die Deutsche Annington GmbH, eine Tochter der britischen Fond-Gesellschaft Terra Firma verkauft. Mit 7 Mrd. Euro erzielte E.ON rund eine Milliarde mehr als erwartet. Seit Jahren hatte sich Terra Firma auf eine derartige Großübernahme vorbereitet und ist nun der größte Vermieter in Deutschland. Die Deutsche Annington hat die „Freiwillige Selbstverpflichtung“ von Viterra zur „sozialverträglichen Gestaltung“ von Wohnungsprivatisierungen anerkannt. Wie sich das Geschäft auf die Mieter auswirken wird, ist noch nicht abzusehen.

Bereits im Februar hatten die im „Mie-terbündnis Ruhr“ zusammengeschlossenen Mietervereine und Mieterinitiativen Bestimmungen gefordert, die den Bestand des Unternehmens, die Begrenzung der Einzelprivatisierung von Wohnungen und mehr Schutz vor Eigenbedarfskündigungen vorsehen sollte. Die Sorgen der Mieter wurden vom NRW-Wohnungsbauminister Vesper geteilt, auch internationale Bewohnerorganisationen unterstützten die Forderungen. E.on Vorstandsmitglied Gaul und Viterra-Chef Leichnitz lehnten jedoch jede über die bestehenden vertraglichen Verpflichtungen hinaus gehende Regelung pauschal ab. Damit fällt E.on weit hinter die beim Verkauf der Gagfah erzielten Schutzregelungen zurück.
Die sogenannten Selbstverpflichtun-gen der Viterra sind völlig unzureichend, unverbindlich, schützen nur einen Teil der Mieter, wirken zu spät und sind nur schwer wahrzunehmen. Überdies ist fraglich, wie lange sie nach dem Eigentumswechsel Bestand haben werden. Mieterforum Ruhr will so schnell wie möglich mit der Deutschen Annington über einen verbesserten Schutz der Mieter und Verkaufsbeschränkungen sprechen.


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