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13. Dezember 2005 (Ohne Kategorie)

Michael Wenzel sprach mit dem Bochumer Stadtwerkesprecher Schönberg.

MF: Herr Schönberg, wie wollen die Stadtwerke auf die Verunsicherung der Verbraucher hinsichtlich rasant steigender Gaspreise reagieren?
Schönberg: Wir wollen zum Beispiel belegen, dass wir an den Preissteigerungen nichts verdienen und wollen dies deshalb von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer untersuchen lassen, zu dem die Stadtwerke ansonsten keine Geschäftsbeziehungen unterhalten, der aber große Erfahrungen im Bereich Gas- und Ölpreis-Index besitzt.

MF: Mieterverein und Verbraucherzentrale hatten im Gespräch mit den Stadtwerken ja eine weitergehende Untersuchung auf Grundlage des Modells der Verbraucherzentrale NRW gefordert.
Schönberg: Seien Sie sicher: Auf dieses Modell wird sich kein Versorger, mit Ausnahme offenbar der Lünener Kollegen, einlassen. Im übrigen gibt es bisher von Seiten der VZ überhaupt keine detaillierten Informationen, wie sie eigentlich prüfen lassen wollen. Trotz der unterschiedlichen Ansätze möchte ich aber betonen: Wir wollen den Ge-sprächsfaden mit den Mietervereinen Bochum und Witten sowie der Ver-braucherzentrale nicht abreißen lassen.

MF: Sie haben eine Überprüfung der Preise ab 01.01.2005 zugesagt. Ist das nicht ein wenig dünn?
Schönberg: Genau deshalb gibt es nach den Gesprächen mit Ihnen nunmehr Überlegungen, den Prüfzeitraum weiter zu fassen, etwa ab 01.01.2003. Ich kann Ihnen aber zusichern, dass wir uns dazu schnellstmöglich äußern werden.

MF: Was halten Sie von unserer Idee, in Anbetracht stetig steigender Preise einen runden Tisch „Energie sparen“ einzurichten?
Schönberg: Das halte ich für eine ausgesprochen gute Idee und ich würde mich freuen, wenn sie schnellstens realisiert werden kann. Ich würde es auch begrüßen, wenn wir in einem solchen Rahmen die beteiligten Verbände und weitere Akteure für Kooperationen und öffentlichkeitswirksame Aktionen gewinnen könnten.

MF: Bei der Energieberatung haben wir schon den Eindruck, dass sie in den letzten Jahren eher zurückgefahren wurde.
Schönberg: Ihren Eindruck sehe ich als Beleg dafür, wie wichtig eine Zusammenarbeit wäre. Tatsächlich bieten wir nach wie vor ein reichhaltiges Beratungsangebot an, aber vielleicht erreichen wir zum Beispiel Mieter mit unseren Mitteln nicht ausreichend.


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