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20. Juli 2004 (Gagfah)

VERKAUF AN FORTRESS ERNEUT ÜBERPRÜFEN

Nach der Ankündigung von Fortress, die Gagfah an die Börse zu bringen - Kaum hat Fortress den Zuschlag zum Kauf der öffentlichen Gagfah mit 82.000 Wohnungen erhalten, will sie einen Teil des eingesetzten Kapitals schon wieder verflüssigen und die Aktien an der Börse handeln. Das ist typisch für die kurzfristige Rendite-Orientierung der Investmentfonds und desillusioniert alle, die glauben, die langfristige Orientierung von Fortress sei auch eine soziale.

Der Börsengang der Gagfah wird die durch den Verkauf an Fortress eingeleitete Orientierung an sehr hohen Renditen besiegeln. Diese Profit-Orientierung wird nur vorübergehend durch die Mieterschutzbestimmungen im Kaufvertrag gebremst.
Der Börsengang ist für Fortress auch ein Ausweg aus der Verpflichtung zum Unternehmenserhalt.
Die Ankündigung, sich in Zukunft verstärkt in die Privatisierung von Stadtwerken einzumischen, zeigt, warum Fortress bereit war, vorübergehende vertragliche Fesseln zu akzeptieren: Das international auf Privatisierung öffentlicher Dienste und Immobilien spezialisierte Unternehmen braucht einen Brückenkopf, um sich in Deutschland ausbreiten zu können. Diesen Gefallen hat ihr die BfA getan.
Der Verkauf der Gagfah an Fortress muss vor diesem Hintergrund erneut überprüft werden. Noch kann die Bundessozialministerin die Unterschrift verweigern. Der Erhalt sozialer Miete(!)wohnungen ist mit derartigen Käufern nicht auf Dauer gesichert!
Wir fordern außerdem, dass der Bund umgehend alle weiteren Planungen zum Verkauf öffentlicher Wohnungsunternehmen, zum Beispiel der THS, an Privatisierungs-Fonds einstellt!
Schluss mit dem Ausverkauf öffentlicher Wohnungen!


>>> Rechtsberatung für Mieterinnen und Mieter
 

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