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Artikel in: Wirtschaft und Wohnen

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Mieterforum Ruhr 15.06.2010

Fusion Evonik und THS: Gefahr für die Mieter

Die heutige Pressemitteilung, dass die Vorstände von IG BCE und Evonik Industries Gespräche zur Zusammenführung von Evonik Immobilien und THS begonnen haben, führt beim Mieterforum Ruhr zu großer Beunruhigung. Es besteht die naheliegende Befürchtung, dass damit der Verkauf der Wohnungen am Kapitalmarkt eingeleitet werden soll. Den über 130.000 betroffenen Wohnungen und ihren MieterInnen könnte damit ein ähnliches Schicksal bevorstehen wie bei LEG, Annington (Viterra) und Gagfah.

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Mieterforum Ruhr 20.04.2010

SPD und Grüne: Verfassungsklage wegen Wohnungsvermögen eingereicht

Die Landtagsabgeordneten Dieter Hilser (SPD) und Horst Becker (DIE GRÜNEN) haben ihre Ankündigung wahr gemacht und am 7. April Organklage gegen die Landesregierung beim Verfassungsgericht des Landes eingereicht. Die Integration des 18,6 Mrd. Euro umfassenden Wohnungsbausondervermögens des Landes in die NRW.Bank ist ihrer Ansicht nach verfassungswidrig.

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Mieterforum Ruhr 18.02.2010

Super-Return: Heuschrecken lassen Zombie-Unternehmen zurück

Anfang Februar trafen sich in Berlin zum 13. Mal Finanzinvestoren aus aller Welt zur Konferenz "Super-Return" (Super-Profit). "Kaufziele gibt es kaum, Schnäppchen schon gar nicht, Börsengänge sind nicht in Sicht, Banken und andere Geldgeber bleiben knauserig und die Renditen schmelzen dahin", brachte n-tv die Lage auf den Punkt. Kein Grund zu reiner Schadenfreude: 1,2 Millionen Menschen arbeiten bei deutschen Unternehmen unter Private Equity-Einfluss und mindestens doppelt so viele Menschen wohnen in ihren Häusern. War schon in Boom-Zeiten das Geschäftsmodell der "Heuschrecken" auf Ausschlachten und Kaputtsparen angelegt, unter Krisenbedingungen kommt es noch schlimmer.

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Mieterforum Ruhr 27.01.2010

Evonik plant Totalabwicklung von THS und ehemaligen RAG-Wohnungen

Nach im Dezember bekannt gewordenen Aufsichtsratsbeschlüssen des Evonik-Konzerns droht für weitere 130.000 ehemaligen Werkswohnungen der Ausverkauf über die Börse oder an "Heuschrecken". Der Aufsichtsrat hatte am 16. Dezember einem Konzept von Evonik-Chef Engel zugestimmt. Dieses sieht unter anderem vor, die Wohnungen der Evonik-Immobiliensparte und der 50%igen Beteiligung THS zu bündeln und dann "an den Kapitalmarkt" zu bringen. Dieses Geschäft soll der "Stiefmutter" Evonik-Industries die Mittel für weltweite Zukäufe und andere Investitionen im Bereich der Spezialchemie verschaffen und den stockenden Börsengang der ehemaligen RAG auf Trab bringen. Auf der Strecke zu bleiben drohen über 130.000 Wohnungen und ihre MieterInnen.

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Dossier: THS und Evonik, 27.01.2010

THS und Evonik-Wohnungen unter Druck

Seit den Beschlüssen zur Beendigung des Bergbaus und der Privatisierung der RAG befinden sich die Wohnungsunternehmen Evonik Wohnen und THS zunehmend unter Verwertungsdruck, vor allem durch den Anteilseigner Evonik Industries. Der Aufsichtsrat genehmigte im Dezember 2010 ein Konzept, wonach die Unternehmen mit ihren über 130.000 Wohnungen gebündelt und die Anteile an den Kapitalmarkt gebracht werden sollen.

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Mieterforum Ruhr 26.01.2010

NRW-Wohnungsvermögen darf verzockt werden

Nach heftigen Auseinandersetzungen im Landtag und trotz breiter Kritik aus zahlreichen Fachverbänden wurde zum 1.1.2010 das 18,5 Mrd. Euro umfassende Wohnungsbauvermögen des Landes NRW als Stammkapital auf die NRW.Bank übertragen. Das Wohnungsbauvermögen, welches sich aus den Zinsen und Tilgungen der öffentlichen Wohnungsbaukredite speist, war die Hauptquelle für die soziale Wohnraumförderung in NRW. Landtags-Opposition und viele Verbände befürchten jetzt, dass diese verlässliche Quelle für die dringend erforderliche Wohnraumförderung auf Dauer versiegen könnte.

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Mieterforum Ruhr 18.12.2009

PM: Mieterbündnis kündigt Protestaktionen gegen Börsengang der Evonik-Wohnungen an

Die geplante Herauslösung der Geschäftsbereiche Immobilien und Energie aus dem „integrierten Mischkonzern“ Evonik Industries stößt auf heftigen Widerstand der Ruhrgebietsmieter. Die im Mieterforum Ruhr zusammengeschlossenen Mietervereine aus Bochum, Dortmund, Witten und Essen wollen die Evonik-Mieter auf die Straße bringen. Helmut Lierhaus, Sprecher des Mieterbündnisses: „Ein Börsengang ist der sichere Tod des Mietwohnungsbestandes. Dagegen wollen wir im Ernstfall auch mit schwarzen Fahnen vor Evonik-Zentralen demonstrieren.“

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Dossier: Annington, 10.12.2009

Deutsche Annington: Ein Finanzinvestor als Immobilienriese

Mit dem Kauf der Viterra von der E.on AG im Sommer 2005 wurde die Deutsche Annington (DAIG) zum größten deutschen Wohnungsunternehmen. Hinter der DAIG stecken Private Equity Fonds der britischen "Terra Firma", also auf schnelle Profite ausgerichteter Finanzinvestoren, von manchen auch "Heuschrecken" genannt. Durch die Verbriefung ihrer Schulden, durch Wohnungsverkäufe, Einsparungen bei Service und Instandhaltung sowie durch Personalabbau versucht der Finanzinvestor die Annington in der Gewinnzone zu halten und den Wiederverkaufswert zu steigern. Bezahlen müssen das die Mieter und die Beschäftigten. Zahlreiche Wohnviertel der Annington befinden sich in einem schlechten Instandhaltungszustand. Durch Einführung einer zentralen Hotline hat sich die Erreichbarkeit für Mieter dramatisch verschlechtert. Die finanziellen Risiken wachsen.

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MieterInnenverein Witten 08.09.2009

VERBRIEFUNGEN: Hohe Risiken für die Zukunft der Wohnungen

Alle großen Wohnungsaufkäufe in Deutschland wurden von den Private Equity Fonds mit sogenannten Verbriefungen, also global gehandelten hypothekarisch besicherten Schuldverschreibungen, finanziert. Allein die Verbriefungen für die Finanzierung der Käufe durch Anningon, Gagfah und Immeo ahben ein Volumen von über 10 Mrd. Euro. Sie laufen 2013 aus. Dann müssen neue Fianzeirungen gefunden werden. Angesichts der Finanzkrise stellt dies ein weiters Großrisiko für die Wohnungen unter Private Equity-Kontrolle dar.

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Mieterforum Ruhr 26.08.2009

Kommentar: Holen wir uns die Wohnungen zurück

Die Finanzkrise beschleunigt, was ohnehin klar war: Das Geschäftsmodell der Private Equity Fonds und anderer Finanzanleger ist für die dauerhafte Bewirtschaftung von Mietwohnungen nicht geeignet. Und zwar grundsätzlich nicht. Denn Wohnungen sind ein langfristiges Wirtschaftsgut, für dessen Bewirtschaftung man langen Atem braucht. Und den haben die Fonds nicht. Und: Die Bewirtschaftung von Mietwohnungsbeständen ist auch ein "soziales Geschäft", das auf Vertrauen setzt. Dieses Vertrauen kann mit digitalisierten anonymen Hotlines nicht entstehen. Soziale Mietwohnungsbestände können nicht wie Börsenwetten bewirtschaftet werden und auch nicht wie Autofabriken. Wer das versucht, fällt auf die Nase. Leider zahlen die Hauptkosten dafür Mieter, Städte und Beschäftigte.

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