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Ruhrstadt, Deutschland, 02.12.2008

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Mieter für den Klimaschutz

Der Deutsche Mieterbund (DMB) will eine Kampagne für den Klimaschutz starten. Mieter könnten dazu einen erheblichen Beitrag leisten.

Anlässlich des Landesverbandstages des Mieterbundes Sachsen-Anhalt in Halle wies jetzt die Landesvorsitzende, Ellen Schultz, darauf hin, dass "leider in den letzten Wochen angesichts der Weltfinanzkrise der Klimaschutz in den Hintergrund gerückt" sei. Dem wolle der DMB im Rahmen einer vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne mit "Aktionen und praktischen Tipps" entgegenwirken.

So wird der DMB eine Broschüre mit konkreten Vorschlägen zur Energieeinsparung erarbeiten, die sich speziell an Mieterhaushalte richtet und in den gängigen Sprachen des Mietermarktes erscheint, also zum Beispiel auch auf Türkisch, Russisch und Polnisch.

"Da 40 Prozent der verbrauchten Energie auf das Konto von Gebäuden und deren Beheizung gehen, sehen wir hier ein enormes Einsparpotenzial", so Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes.

"Der Deutsche Mieterbund, der 1,2 Millionen Haushalte in Deutschland vertritt, ist genau die richtige Organisation, um auch vor Ort in seinen 322 Mitgliedsvereinen zu den Zusammenhängen zwischen Klimaschutz und mietrechtlichen Aspekten zu beraten."

Der DMB will Veranstaltungen in vielen Mietervereinen durchführen, die sich mit der energetischen Sanierung von Gebäuden und den daraus resultierenden Einsparungseffekten für Mieter und Vermieter befassen.

"Aufschluss über Möglichkeiten zur deutlichen Kostenreduzierung durch besseres Heizverhalten" erwartet Ellen Schultz "vom Vergleich intelligenter Messsysteme in beispielhaft ausgesuchten Wohnungen".

"Es gibt inzwischen viel genauere Messmethoden, die der klassischen Heizkostenerfassung mittels der bekannten Verdunstungsröhrchen Konkurrenz machen und eine zeitlich viel genauere Änderung des täglichen Heizverhaltens ermöglichen", so Ellen Schultz. "Durch einen breit angelegten Test wollen wir herausfinden, welche Systeme sich für Mieterhaushalte am besten eignen."

Allein die Veränderung des Heizverhaltens nach genauer Messung kann bereits zur Einsparung von mehr als 10 Prozent bei der teuren Heizenergie führen, ohne dass die Heizungsanlage verändert werden müsste.

Nach Ansicht von Dr. Rips "will der DMB durch gezielte Aufklärung – eingebettet in die Verbraucherschutzbewegung – seinen Beitrag leisten, um bei der Verwirklichung der globalen Klimaschutzziele zu helfen."

Redaktion, Mieterforum Ruhr

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