Die Eheleute K. aus Wattenscheid bekommen derzeit ständig Mahnungen von der Annington. Denn sie zahlen einen von der Annington geforderte Erhöhung der Heizkostenvorauszahlung nicht.
Aber das ist die einzige Post, die in ihrer Sache rausgeht. Drei Schreiben des Mietervereins, der die Erhöhung als unbegründet zurückwiesen, wurden vollständig ignoriert - keine Antwort. Stattdessen Mahnungen, Mahnungen, Mahnungen.
Offenbar ist die Taktik - wenn überhaupt eine dahinter steckt -, die Mieter mürbe zu machen. Denn einen vernünftigen Grund für höhere Vorauszahlungen gibt es nicht. Die Mieter hatten lediglich eine Nachzahlung von 35 € aus der letzten Abrechnung.
Mieterverein soll zahlen
Nicht schlecht gestaunt hat auch Michael Wenzel, Geschäftsführer des Mietervereins Bochum, als er die Heizkostenabrechnung der Annington für die Brückstraße 58 bekam. „Ihre Kosten: 954,14 €; Vorauszahlung: 616,00 €; Ergebnis: 338,14 € Nachforderung“ rechnet die Annington darin vor. Erstaunlich geringe Kosten für ein Büro dieser Größenordnung. Aber bei noch geringeren Vorauszahlungen darf man sich nicht wundern, dass trotzdem was nachzuzahlen ist.
Noch erstaunlicher ist allerdings, dass es im nächsten Absatz heißt: "Das oben genannte Guthaben in Höhe von 338,14 € werden wir Anfang November auf ihr Konto überweisen."
Am interessantesten an der Abrechnung ist aber, dass die Deutsche Annington dieses Büro weder vermietet noch beheizt.
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