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Zum Thema: Privatisierung und Verkauf von Wohnraum

Mietwohnungen als Spekulationsmasse

Die neue Zentrale der Deutschen AnningtonLange Zeit befand sich ein Großteil der Mietwohnungen im Ruhrgebiet unter der Kontrolle von öffentlichen oder werksverbundenen Vermietungsunternehmen. Diese Zeiten sind vorbei. Die Großvermieter haben sich in Immobilienhändler verwandelt. Viele öffentliche Beteiligungen wurden verkauft. Internationale Investmentfonds machen ihr Geschäft mit der Ausschlachtung der Miethäuser. Alle spekulieren sie damit, dass am Ende immer mehr Mieter keine andere Wahl haben, als Eigentümer einer Gebrauchtwohnung zu werden. Bei diesem Monopoly bleiben zwangsläufig mehr oder weniger Mieter auf der Strecke. Aber auch der Widerstand gegen Spekulation und Privatisierungen wächst.

Foto: Die neue Zentrale der Deutschen Annington

 

Artikel in: Privatisierung und Verkauf von Wohnraum

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Mieterforum Ruhr 15.06.2010

Fusion Evonik und THS: Gefahr für die Mieter

Die heutige Pressemitteilung, dass die Vorstände von IG BCE und Evonik Industries Gespräche zur Zusammenführung von Evonik Immobilien und THS begonnen haben, führt beim Mieterforum Ruhr zu großer Beunruhigung. Es besteht die naheliegende Befürchtung, dass damit der Verkauf der Wohnungen am Kapitalmarkt eingeleitet werden soll. Den über 130.000 betroffenen Wohnungen und ihren MieterInnen könnte damit ein ähnliches Schicksal bevorstehen wie bei LEG, Annington (Viterra) und Gagfah.

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Mieterforum Ruhr 11.06.2010, pdf

Ehemaliges Wohnungsbauvermögen dauerhaft sichern

Die Verhinderung eines zweckfremden Verzehrs des ehemaligen Wohnungsbausondervermögens ist eine Überlebensfrage für die Zukunft der sozialen Wohnraumförderung in NRW. Diese Frage muss jetztgeklärt werden. Jedes weitere Aufschieben würde dazu führen, dass die Auszehrung des Vermögens durch die NRW.Bank immer irreversibler wird.

Document: Mieterforum Ruhr: "Ehemaliges Wohnungsbauvermögen dauerhaft sichern", , 2010, pdf
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Mieterforum Ruhr 27.01.2010

Evonik plant Totalabwicklung von THS und ehemaligen RAG-Wohnungen

Nach im Dezember bekannt gewordenen Aufsichtsratsbeschlüssen des Evonik-Konzerns droht für weitere 130.000 ehemaligen Werkswohnungen der Ausverkauf über die Börse oder an "Heuschrecken". Der Aufsichtsrat hatte am 16. Dezember einem Konzept von Evonik-Chef Engel zugestimmt. Dieses sieht unter anderem vor, die Wohnungen der Evonik-Immobiliensparte und der 50%igen Beteiligung THS zu bündeln und dann "an den Kapitalmarkt" zu bringen. Dieses Geschäft soll der "Stiefmutter" Evonik-Industries die Mittel für weltweite Zukäufe und andere Investitionen im Bereich der Spezialchemie verschaffen und den stockenden Börsengang der ehemaligen RAG auf Trab bringen. Auf der Strecke zu bleiben drohen über 130.000 Wohnungen und ihre MieterInnen.

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Dossier: THS und Evonik, 27.01.2010

THS und Evonik-Wohnungen unter Druck

Seit den Beschlüssen zur Beendigung des Bergbaus und der Privatisierung der RAG befinden sich die Wohnungsunternehmen Evonik Wohnen und THS zunehmend unter Verwertungsdruck, vor allem durch den Anteilseigner Evonik Industries. Der Aufsichtsrat genehmigte im Dezember 2010 ein Konzept, wonach die Unternehmen mit ihren über 130.000 Wohnungen gebündelt und die Anteile an den Kapitalmarkt gebracht werden sollen.

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Mieterforum Ruhr 18.12.2009

PM: Mieterbündnis kündigt Protestaktionen gegen Börsengang der Evonik-Wohnungen an

Die geplante Herauslösung der Geschäftsbereiche Immobilien und Energie aus dem „integrierten Mischkonzern“ Evonik Industries stößt auf heftigen Widerstand der Ruhrgebietsmieter. Die im Mieterforum Ruhr zusammengeschlossenen Mietervereine aus Bochum, Dortmund, Witten und Essen wollen die Evonik-Mieter auf die Straße bringen. Helmut Lierhaus, Sprecher des Mieterbündnisses: „Ein Börsengang ist der sichere Tod des Mietwohnungsbestandes. Dagegen wollen wir im Ernstfall auch mit schwarzen Fahnen vor Evonik-Zentralen demonstrieren.“

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Dossier: Annington, 10.12.2009

Deutsche Annington: Ein Finanzinvestor als Immobilienriese

Mit dem Kauf der Viterra von der E.on AG im Sommer 2005 wurde die Deutsche Annington (DAIG) zum größten deutschen Wohnungsunternehmen. Hinter der DAIG stecken Private Equity Fonds der britischen "Terra Firma", also auf schnelle Profite ausgerichteter Finanzinvestoren, von manchen auch "Heuschrecken" genannt. Durch die Verbriefung ihrer Schulden, durch Wohnungsverkäufe, Einsparungen bei Service und Instandhaltung sowie durch Personalabbau versucht der Finanzinvestor die Annington in der Gewinnzone zu halten und den Wiederverkaufswert zu steigern. Bezahlen müssen das die Mieter und die Beschäftigten. Zahlreiche Wohnviertel der Annington befinden sich in einem schlechten Instandhaltungszustand. Durch Einführung einer zentralen Hotline hat sich die Erreichbarkeit für Mieter dramatisch verschlechtert. Die finanziellen Risiken wachsen.

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Mieterforum Ruhr 09.09.2009

Rettet nicht nur Banken, rettet unsere Wohnungen!

"Das Geschäftsmodell der Private Equity Fonds im Mietwohnungsbestand ist gescheitert", erklärt Knut Unger vom Mieterforum Ruhr. "Wenn nicht schleunigst Abhilfe geschaffen wird, drohen die Ruhrgebietsstädte in den Trümmern der platzenden Ausverkaufsblase zu ersticken". Mietervereine und Mieterinitiativen aus dem Ruhrgebiet fordern die Parteien deshalb auf, in der nächsten Legislaturperiode schnell wirksame Maßnahmen zur Rettung der bedrohten Wohnungsbestände zu ergreifen.

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Mieterforum Ruhr 08.09.2009

Medien entdecken Vermietnomaden

Viel war in den Medien in den letzten Jahren von "Mietnomaden" die Rede, dem angeblich weit verbreiteten Phänomen von MieterInnen, die kurz nach Einzug ihre Zahlungs-Pflichten nicht erfüllen und es auf eine Kündigung ankommen lassen. Dass das größere Problem Vermietungsgesellschaften sind, die ihre Pflichten nicht erfüllen und nach kurzer Zeit weiterziehen, hat vor allem Mieterforum Ruhr immer wieder betont. Inzwischen haben auch die großen Medien dieses Problem erkannt. Zu "Vermietnomaden" wurde in den letzten Wochen und Monaten ausgiebig informiert und kommentiert.

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Mieterforum Ruhr 01.09.2009

LEG: Modernisierungslüge

Ein Jahr nach dem LEG-Verkauf scheint nicht einmal die Landesregierung genau zu wissen, wem die 93.000 Wohnungen gehören. Dagegen wissen die Mieter schon jetzt genau, was der Verkauf für sie bedeutet: höhere Mieten, keine Modernisierung, Kürzung bei der Instandhaltung.

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Mieterforum Ruhr 01.09.2009

VBW bleibt städtisch – aber nicht ungeschoren

Sie haben sich ja eher bedeckt gehalten in diesem Kommunal-Wahlkampf, die Ober-Privatisierer, die am liebsten den Total-Rückzug des Staates beschließen würden aus allem, was man irgendwie auch privat organisieren kann: Wasserversorgung, Müllabfuhr, Bildung, Gesundheit und natürlich auch das Wohnen. Dabei sind in diesem Jahr des Haushaltssicherungskonzeptes mehr denn je Ideen gefragt, wie man den städtischen Haushalt sanieren könnte.

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