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Willkommen beim Mieterforum Ruhr

Verkauft, vergessen, kaputt

in Essen-KaternbergIm Ruhrgebiet hat sich seit langem ein großer Instandhaltungsstau aufgebaut. Erst war Neubau wichtiger als Renovierung. Dann verlor die Industrie das Interesse an den Werkswohnungen. Und schließlich erkauften sich "Heuschrecken" mit billigen Krediten das Recht, die Mieten ohne Gegenleistung abzukassieren. Gibt es Probleme und ergibt sich eine Gelegenheit, sind die Häuser-Ausschlachter schnell weiter gezogen. Zurück lassen sie vernachlässigte Wohnsiedlungen und unsichere Zukunftsaussichten.

Foto: in Essen-Katernberg

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Aus den Rubriken:

 

Politik und Wohnen

Keine Abrissförderung ohne Mieterrechte!

Aus dem Programm "Stadtumbau West" kann der "Rückbau" von problematischen Wohngebäuden mit hohen Leerständen schon seit einigen Jahren gefördert werden. 2010 kann nun erstmals der Abriss von Wohnungen auch aus dem Wohnraumförderungsprogramm bezuschusst werden. Klare Richtlinien zur Mieterbeteiligung bei diesen Projekten fehlen.

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Die Wohnungspolitik der Rüttgers-Regierung in NRW

Schon mit ihrer Koalitionsvereinbarung in NRW hatten CDU und FDP deutlich gemacht, dass sie auch bei Wohnungspolitik und Städtebau wegholzen wollen, was an sozialen Kapazitäten noch da ist. Sie begriffen diese Politik als Modell für ganz Deutschland. Konsequnt hat die Regierung Rüttgers
- den Städten mit der Abschaffung der Kündigungssperrfristverordnung und weiterer Regelungen fast alle Instrumente für eine soziale Wohnungspolitik geraubt,
- durch Abschaffung der Kündigungssperrfristverordnung die Umwandlung in Eingentumswohnungen und die Vertreibung von Mietern erleichtert,
- durch den Verkauf der Landesentwicklungsgesellschaft LEG und ihrer Töchter das wohnungspolitische Vermögen des Landes geplündert und 98.000 Mieterhaushalte den 'Heuschrecken' ausgeliefert.
Durch die geplante Ingegration der Wohnunungsbauföderanstalt in die NRW.Bank will die Regierung Rüttgers die Zweckbestimmung des Wohnungsbausondervermögens für den sozailen Wohnungsbau abschaffen. Damit vergreift sie sich an dem Sondervermögen des Staates und der Mieter.
Fazit im Oktober 2010: Nach 5 Jahren Rüttgers sind wesentliche Säulen der sozialen Wohnungspolitik in NRW gekappt. Eine Politik, die nun von Schwarz-Gelb in Berlin fortgesetzt wird.

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NRW-Wohnungsvermögen darf verzockt werden

Nach heftigen Auseinandersetzungen im Landtag und trotz breiter Kritik aus zahlreichen Fachverbänden wurde zum 1.1.2010 das 18,5 Mrd. Euro umfassende Wohnungsbauvermögen des Landes NRW als Stammkapital auf die NRW.Bank übertragen. Das Wohnungsbauvermögen, welches sich aus den Zinsen und Tilgungen der öffentlichen Wohnungsbaukredite speist, war die Hauptquelle für die soziale Wohnraumförderung in NRW. Landtags-Opposition und viele Verbände befürchten jetzt, dass diese verlässliche Quelle für die dringend erforderliche Wohnraumförderung auf Dauer versiegen könnte.

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Große Wohnungsunternehmen und Fondsgesellschaften

Geplatzte Geschäfte: IMW AG zieht sich aus NRW zurück

Geplatzte Finanzierungen haben die Berliner IMW AG nun zu einem Komplettrückzug aus ihren Beteiligungen an Wohnungen in NRW gezwungen. Die Mehrheitsanteile an den sogenannten Valbonne-Fonds, die auch Arbeitersiedlungen im Ruhrgebiet kontrollieren, wurden an bislang unbekannte niederländische Investoren veräußert. Auch die Verwaltung über die betroffenen 1050 Wohnungen in NRW geht binnen vier Wochen von der IMW AG auf ein anderes Unternehmen über.

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Evonik plant Totalabwicklung von THS und ehemaligen RAG-Wohnungen

Nach im Dezember bekannt gewordenen Aufsichtsratsbeschlüssen des Evonik-Konzerns droht für weitere 130.000 ehemaligen Werkswohnungen der Ausverkauf über die Börse oder an "Heuschrecken". Der Aufsichtsrat hatte am 16. Dezember einem Konzept von Evonik-Chef Engel zugestimmt. Dieses sieht unter anderem vor, die Wohnungen der Evonik-Immobiliensparte und der 50%igen Beteiligung THS zu bündeln und dann "an den Kapitalmarkt" zu bringen. Dieses Geschäft soll der "Stiefmutter" Evonik-Industries die Mittel für weltweite Zukäufe und andere Investitionen im Bereich der Spezialchemie verschaffen und den stockenden Börsengang der ehemaligen RAG auf Trab bringen. Auf der Strecke zu bleiben drohen über 130.000 Wohnungen und ihre MieterInnen.

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THS und Evonik-Wohnungen unter Druck

Seit den Beschlüssen zur Beendigung des Bergbaus und der Privatisierung der RAG befinden sich die Wohnungsunternehmen Evonik Wohnen und THS zunehmend unter Verwertungsdruck, vor allem durch den Anteilseigner Evonik Industries. Der Aufsichtsrat genehmigte im Dezember 2010 ein Konzept, wonach die Unternehmen mit ihren über 130.000 Wohnungen gebündelt und die Anteile an den Kapitalmarkt gebracht werden sollen.

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Gemeinschaftliche Wohnprojekte in der Region

Hattingen: Wir Wohnen Zusammen

Wohnprojekte von und für Menschen, die keine Lust haben, im Alter allein oder zu zweit ihr Dasein zu fristen, gibt es inzwischen eine ganze Menge. Die Frage, ob die ältere Generation dabei eher unter sich bleibt, oder ob man es mit Jung und Alt unter einem Dach versucht, wird dabei unterschiedlich beantwortet. In der Hattinger Südstadt entsteht gerade ein Projekt, dass sich ganz klar zum Mehrgenerationen-Wohnen bekennt.

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buntStift für Jung und Alt

Noch kreischt die Säge, klopfen die Hämmer, rattert der Kran. Doch in ca. einem Jahr soll alles fertig sein. An der Stiftstraße in Bochum-Langendreer entsteht ein Wohnprojekt für Jung und Alt in genossenschaftlicher Trägerschaft. Noch sind drei Wohnungen für Interessierte frei.

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Herner im (Un-) Ruhestand

Unser erstes Beispiel für ein Wohnprojekt, dass sich speziell an Mieter wendet, führt uns nach Herne-Baukau. Konkret geht es sogar vornehmlich um Mieter von Sozialwohnungen - also Leute mit eher wenig Geld. Und es geht um ältere Mieter. Mieter, die seit 1992 eine Alternative zum Seniorenheim suchen - und inzwischen gefunden haben.

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Ratgeber und Tipps für Mieter

Immer Ärger mit dem Treppenhaus?

Treppenhäuser setzen sich gern mal in Szene. Das weiß man aus der Geschichte. Doch vom Charme des Jugendstil-Dekors sind die meisten Aufstiege in Mietshäusern der 60er, 70er und 80er Jahre weit entfernt. Es dominiert Funktionalität und Tristesse, von aufgeräumt-nüchtern bis heruntergekommen ist alles dabei. Nutzung und Gestaltung des Treppenhauses sorgen regelmäßig für Ärger bei Mietern und Vermietern.

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Mieter-Anwalt schrieb Ratgeber zu Hartz IV

Gemeinsam mit dem Mieterbund-Präsidenten Dr. Franz-Georg Rips hat Rechtsanwalt Holger Gautzsch, Rechtsberater im Mieterverein Dortmund, einen Ratgeber veröffentlicht. Das Thema: Wohnkostenübernahme im Sozialgesetzbuch II (SGB II), besser bekannt als Hartz IV-Gesetz. Das Fachbuch (nicht nur für Fachleute) ist für 6,90 Euro im Mieterverein oder im Buchhandel erhältlich.

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Nerven bewahren bei Chaosverwaltungen

Finanzgesellschaften vergeben die Verwaltung ihrer Wohnungen in der Regel an externe Dienstleister. Wer seine Betriebskostenabrechnung von einer Großverwaltung erhält, braucht guten Nerven: Mahnungen, wechselnde Ansprechpartner, langes Warten auf Guthaben. Was müssen Mieter bei anonymen und häufig wechselnden Hausverwaltungen beachten?

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