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27. November 2006 (Sonstige Unternehmen)

Fondsgesellschaften gehen an die Börse

Die großen Fondsgesellschaften haben begonnen, einen Teil ihres Kapitals aus den aufgekauften Wohnungs-Gesellschaften herauszuziehen. Dabei spielen Börsengänge über steuerbegünstigte ausländische REITs und ähnliche Konstruktionen eine zentrale Rolle.

Im Oktober brachte der US-amerikanische Fonds „Fortress“ seine jungen Eroberungen (Gagfah, WoBa Dresden, Nileg...) über eine Luxemburger Holding (Steuerersparnis!) mit großen Hurra und Anfangserfolgen an die Börse. 150.000 öffentliche Wohnungen wurden innerhalb von nur zwei Jahren in Spekulationsobjekte verwandelt.
Im gleichen Monat wurde bekannt, dass 45.500 ehemalige ThyssenKrupp-Wohnungen von dem Bankenkonstrukt Immeo (Morgan Stanley, Kölner Sparkasse) an den französischen REIT "Foncière Développement Logements" (FDL) weitergereicht werden sollen. Morgan Stanley wird zugleich Großanleger bei FDL.
In November berichtete die Wirtschaftspresse, dass auch die Deutsche Annington einen Börsengang plant. Es könnte der größte Börsengang des nächsten Jahres werden.
Die Verkäufe bestätigen Befürchtungen, dass die Finanzinvestoren nur als eine Art Zwischenhändler der Wohnungen agieren.
Die Transaktionen wurden in der Wirtschaftspresse als Argument für die zügige Zulassung deutscher REITs verwendet. Aus Sicht von Mieterforum Ruhr zeigt das Geschäft dagegen, wie sehr die internationalen Spekulanten auf den schnellen Umstieg in REITs setzen. Die Zulassung von deutschen Wohn-REITs würde den Prozess nur beschleunigen und zahlreiche öffentlich verbundene Wohnungen gefährden.


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