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5. März 2011 (Sonstige Unternehmen)

Glücklich im neuen Zuhause

60 Jahre wohnte Gerhard Dornieden in seiner Altbauwohnung in der Dortmunder Innenstadt. 61 Stufen galt es zu bewältigen um die in der dritten Etage gelegene Wohnung zu erreichen. Für seine Frau Beate Dornieden und ihn war das über viele Jahre kein Problem. Sie fühlten sich wohl in ihrer knapp 70m² großen Wohnung im Saarlandstraßenviertel mit den vielen Einkaufsgelegenheiten vor der Tür. Doch mit zunehmendem Alter wurde die Wohnung im Obergeschoss zur Herausforderung.

"Mein Mann bekam eine Gehbehinderung und die Stufen wurden immer mehr zum Hindernis. Uns war klar, hier können wir nicht bleiben. Da begannen wir schon vor ein paar Jahren uns nach einer Wohnung mit Aufzug umzuschauen", schildert Beate Dor-nieden die damalige Situation.

Die Wohnungssuche in der Umgebung gestaltete sich schwierig. „Dort gibt es ja fast nur Altbauten und bezahlbar musste die Wohnung ja auch sein. Ich bin Frührentner“, so Gerhard Dornieden.

Dann erfuhren sie im Jahr 2009 von dem Neubauprojekt des Spar- und Bauverein Dortmund e.G. in der Bauerstr. 3. und 5 in Dortmund-Brackel. Die Wohnanlage der Baugenossenschaft umfasst 50 barrierefreie Wohnungen, die zwischen 52 und 90 m² groß sind. In den zwei viergeschossigen Häusern, ist auch ein Gemeinschaftsraum integriert. In einem Büroraum im Erdgeschoss finden die wöchentliche Sprechstunde des Hausmeisters sowie Beratungen durch einen Pflegedienst statt. Dieser organisiert auch Veranstaltungen im Gemein-schaftsraum, wie das wöchentliche Kaffeetrinken oder Vorträge.

Diese Leistung finanzieren die Mieter über eine verpflichtende Grundpauschale von 14 Euro monatlich. In den 43 frei finanzierten Wohnungen beträgt die Miete 7 Euro/m², in den sieben öffentlich geförderten Wohnungen 4,45 Euro/m².
"Wir haben uns beworben und mussten kämpfen eine der geförderten Wohnungen zu bekommen. Es gab es viele Interessenten. Die Miete ist günstig und die Wohnung liegt direkt im Ortskern", erzählt Beate Dornieden. „Altersgerechte Wohnungen sind bei uns in allen Preissegmenten sehr nachgefragt“, bestätigt Ullrich Benholz, Prokurist beim Spar- und Bauverein.

Die Eheleute Dornieden bekamen den Zuschlag und wohnen seit Februar 2010 in einer knapp 62m² großen Wohnung im ersten Obergeschoss. "Jetzt sind wir froh. Direkt nach dem Einzug musste ich ins Krankenhaus und brauchte danach für einige Wochen einen Rollstuhl. In die alte Wohnung hätte ich nicht zurück gekonnt. Hier ist das kein Problem. Wir haben einen Fahrstuhl und auch in der Wohnung, besonders auch im Badezimmer, ist genug Platz. Selbst auf den Balkon kommt man mit dem Rollstuhl", lobt Herr Dornieden.

Viele der 50 Mietparteien stammen nicht aus Brackel, sondern sind, wie die Dorniedens, zugezogen. Einige verkauften auch ihr Haus. "Am Anfang kannten wir hier kaum jemanden. Aber das ging den meisten Nachbarn so. Über das wöchentliche Kaffeetrinken und die anderen Veranstaltungen lernt man sich schnell kennen." In die Dortmunder Innenstadt kommen die Eheleute mit der Stadtbahn in 15 Minuten. Die Haltestelle ist gleich um die Ecke. "Bei der alten Wohnung war das anderes. Da sind wir immer zu Fuß runter in die Stadt. Die letzten Jahre haben wir bei dem kleinen Anstieg immer gescherzt: 'Wir müssen jetzt das Ardey-gebirge hoch'", lacht Werner Dornieden. "Der Abschied fiel am Anfng nicht leicht. Aber heute sind wir glücklich, diesen Schritt gemacht zu haben."

 


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