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1. Oktober 2003 (Weitere Initiativen und Bündnisse)

Aktions-Tage für das Recht auf Wohnen

Aus Anlass des Welt-Habitattages am 6. Oktober ruft die Habitat International Coalition erstmalig zu INTERNATIONALEN AKTIONSTAGEN FÜR DAS RECHT AUF WOHNEN auf. Basisbewegungen und Nicht-Regierungs-Organisationen aus vier Kontineneten werden nationale und lokale Aktionen in einen internationalen Zusammenhang stellen.

In INDONESIEN veranstaltet das Urban Poor Consortium, Jakarta, u.a einen „Karneval der städtischen Armen“ am 9. Oktober. Die Aktionen richten sich u.a. gegen geplante Zwangräumungen im Zuge von Fluss-Regulationen und Wasserbaumaßnahmen. Allein ein geplanter Kanal in Jakarta droht mehrere 10tausend Menschen ohne Kompensation aus ihren Wohnungen zu vertreiben. Ein weiteres Thema ist die Verfolgung des Straßenhandels und der informellen Ökonomie.
In den PHILLIPPINEN werden Aktionen in 100 Städte über Radioprogramme miteinander verbunden. Die Basisbewegungen fordern u. a. ein Ende des Abrisses von Armenvierteln für Spekulationsprojekte sowie die Bereitstellung von Regierungsland und Infrastruktur für Ersatzsiedlungen. Massenproteste sind auch in INDIEN geplant.
In MEXIKO, PERU, ARGENTINIEN werden zahlreiche Kundgebungen und Foren zum Recht auf Wohnen stattfinden.
In den USA werden sowohl Mieter- als auch Obdachlosenorganisationen gegen die massiven Kürzungen der Sozialbudgets und des Sozialen Wohnungsbaus protestieren.
In MOSKAU bereiten Organisationen landesweite Konferenzschaltungen vor. Die Regierung diskutiert seit längerem über die Einführung eines freien Wohnungsmarktes mit kostendeckenden Preisen. Mieter und Selbstnutzer befürchten nicht verkraftbare Kostenbelastungen.
In PARIS wird es die schon traditionellen Kundgebungen der Obdachlosenbewegungen geben. Vor allem die Wohnsituation der Migranten und Illegalen ist katastrophal, Stadtteile sperren sich gegen die Zuwanderung und trotz Wohnungsnot sollen zahlreiche Großsiedlungen abgerissen werden.
In BRÜSSEL finden vom 16. – 18. Oktober plakative Aktionen statt, die unter anderem auf die exorbitant gestiegenen Mieten in Folge des Zuzugs der Euro-Beamten und – Lobbyisten hinweisen.
Aus Anlass des informellen Treffens der EU-Wohnungsbauminister in ROM finden im November mehrtätige Aktionen in ITALIEN statt. Gefordert wird u.a. ein Privatisierungsmoratorium, ein integrativer Sozialer Wohnungsbau und die europaweite Einhaltung des Menschenrechts auf Wohnraum bei Zwangsräumungen.
In TÜBINGEN ist ein „Wohn-Out“ geplant, das auch im Zusammenhang mit Aktionen gegen die Agenda 2010 steht.


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