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21. Januar 2013 (LEG NRW, Pressemitteilungen)

LEG Börsengang: Satte Gewinne für Goldman Sachs-Immobilien-Fonds

Am heutigen Montag, den 21.01.2013 beginnt nach unternehmenseigenen Angaben der LEG NRW GmbH der Börsengang für das größte Wohnungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Die Eigentümer – Private Equity Fonds der US-Investment-Bank Goldman Sachs (u.a. Whitehall) sowie die Perry Luxco RE S.àr.l.  wollen im ersten Schritt 57,5 % Ihrer Anteile an die Börse bringen. Die Eigentümer rechnen mit einem Erlös von bis zu 1,431 Mrd. Euro bei vollständiger Platzierung der Aktien für die LEG Immobilien AG mit über 90.000 Wohnungen und 250.000 betroffenen Mieterinnen und Mietern, fast ausschließlich in Nordrhein-Westfalen.

Finanzinvestor streicht Gewinne ein

„Hier können wir das klassische Handeln eines Finanzinvestors auf dem Wohnungsmarkt verfolgen. Nach dem Kauf der LEG-Wohnungen vom Land NRW im Jahr 2008 starten Goldman Sachs und Co mit dem Börsengang Ihren Ausstieg aus Ihrem Investment in nordrhein-westfälische Wohnungen und streichen den Gewinn ein.“ so Dr. Tobias Scholz, Sprecher MieterForum Ruhr. Zum Verkaufsjahr 2008 hatte die LEG einen Unternehmenswert von 3,4 Mrd. Euro. Das Land nahm nur 787,1 Millionen Euro ein. Whitehall übernahm dafür auch die Kredite in Höhe von 2,6 Mrd. Euro. Im nun veröffentlichten Börsenprospekt werden ein Unternehmenswert von etwa 5 Mrd. Euro und Schulden von3 Mrd. Euro bilanziert. „Diese Steigerung um
1,6 Mrd. Euro wäre der Gewinn von Goldman Sachs & Co.“ erläutert Dr. Tobias Scholz, Sprecher MieterForum Ruhr.

Überbewertung des Wohnungsbestandes befürchtet


Da die LEG NRW jedoch ihr Investitionen in den Wohnungsbestand seit dem Ankauf vom Land NRW heruntergefahren hat (2007: 20,71€; 2010: 14,30 €), ist davon auszugehen, dass die Wertsteigerung auf eine höhere Bewertung der Wohnungen zurückzuführen ist. „Wir befürchten eine Überbewertung der Immobilien, die falsche Renditeerwartungen bei den neuen Aktionären weckt, die aus der laufenden Vermietung gar nicht zu erwirtschaften sind. Hierdurch kann sich der Druck auf die Mieter erhöhen, damit diese Gewinnerwartungen erreicht werden. Bereits jetzt versucht die LEG in vielen Städten Mieterhöhungen oberhalb des Mietspiegels durchzusetzen. Zahlreiche Bestände in Großwohnsiedlungen und -anlagen haben zudem
erhebliche Instandsetzungs- und Modernisierungsbedarfe.“ Dr. Tobias Scholz, Sprecher MieterForum Ruhr.


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