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18. März 2015 (Vonovia)

Deutsche Annington will 10 Mio. investieren – allein in Essen

Der neue Riese am Wohnungsmarkt wird bald einen neuen Namen bekommen. Sowohl die Deutsche Annington, als auch die GAGFAH brauchen dringend eine Imageverbesserung. Nach der Fusion wird es deshalb einen neuen Namen geben. Mit einer Kommunikationsoffensive hat die Deutsche Annington bereits begonnen.

Größe ist nicht immer gut
Nach der Fusion von Annington und GAGFAH wird das Unternehmen bundesweit das größte Wohnungsunternehmen sein. Aber auch in Essen wächst die Größe beständig. Das neue Unternehmen wird dann hinter der ALLBAU das zweitgrößte Wohnungsunternehmen der Stadt. Dies wird sicher nicht ohne Folgen bleiben, besonders was den Einfluss auf die städtische Wohnungspolitik angeht. Aber auch viele Mieter werden merken, dass das Wohnungsangebot von diesem Unternehmen mit dann ca. 13.000 Wohneinheiten zunehmend bestimmt wird.

Nachtspeicher werden rausgeworfen
Aber auch sonst geht die Deutsche Annington in die vollen. Bei den 10 Millionen sind 6 Mio. aus dem abgelaufenen Jahr 2014 mit in die Pressemitteilung aufgenommen. 2-stellig sieht besser aus. Aber wir wollen nicht nur meckern. Im Jahr 2015 sollen immerhin noch 4 Millionen investiert werden, in Modernisierungen. Diese sollen über das ganze Stadtgebiet verteilt sein (Nordviertel, Dellwig, Huttrop, Stoppenberg, Mitte, Katernberg, Frohnhausen, Karnap und Kettwig). Hauptsächlich an die Nachtspeicherheizungen will man ran, aber auch Fenster und Fassaden. Vor allem die Nachtspeicher will die Annington möglichst warmmietenneutral durch z.B. Fernwärme- oder Gasheizungen ersetzen. Die Vorstellung ist, dass dadurch erheblich weniger an Heizenergie gebraucht wird. Die anschließende Mieterhöhung nach Modernisierung soll zu einer gleich hohen Gesamtmiete wie vorher führen. Geringere Heizkosten, höhere Grundmiete, gleiche Warmmiete. Das wäre gut für die Mieter. Die Mietergemeinschaft Essen nimmt diese Ankündigung ernst und wird die Umsetzung genau prüfen.

Trotzdem genau prüfen
Und dennoch rät die Mietergemeinschaft zu einer genauen Prüfung jeder Mieterhöhung. Jede Modernisierung enthält z.B. einen Anteil an Instandsetzungen, deren Kosten bei der Modernisierungsmieterhöhung keine Berücksichtigung finden dürfen. Zu deutsch: Diese Kosten müssen heraus gerechnet werden. Daher sollte der genaue Zustand der Häuser und Wohnungen vor einer Modernisierung dokumentiert werden. Dabei unterstützt die Mietergemeinschaft betroffene Mieter gern.


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