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24. August 2005 (Weitere Initiativen und Bündnisse)

Aufruf: Menschenkette um Flöz Dickebank

Aufruf zum Protest: Für mehr Mieterschutz! Gegen Wohnraum-Privatisierung! - “Wie lange kann ich hier noch bleiben?“
Das fragen sich Tausende von Mieter/innen im Ruhrgebiet und anderswo. Denn: Ihre Wohnungen sollen verkauft werden oder wurden verkauft. Zahlreiche Wohnungsgesellschaften haben sich von Vermietern in Immobilien-Händler verwandelt.

In den Wohnungen der Mieter sehen sie eine Ware, aus der sich Profit schlagen lässt. Leuten, die einfach nur Mieter sein wollen, werden die Wohnungen zum Kauf angeboten. Wenn sie nicht zugreifen, kommen andere. Die könnten über kurz oder lang Eigenbedarf anmelden und den alteingesessenen Mietern kündigen. Weiterverwerter kaufen von der Viterra und anderen Vermietern ganze Blöcke, zerlegen sie in Einzelteile und bieten sie zu oft überhöhten Preisen an. Ihre Verkaufsvertreter wissen, wie man mit den Ängsten der Mieter spielt.
Der große Ausverkauf
Seit Anfang des letzten Jahres wurden in Deutschland über eine halbe Million Wohnungen an einheimische und internationale Spekulationsgesellschaften verkauft. Ein Ende ist nicht abzusehen. Nun heißen die Verkäufer TerraFirma (Annington), Fortress oder Cerberus. Sie alle sind Finanzgesellschaften, die mit den Wohnungen für ihre Anleger kurzfristig Profite erwirtschaften wollen, die für Vermieter in Deutschland bislang unerreichbar waren. Das können sie nur, wenn sie die Mieten erhöhen, die Kosten für Personal und Instandhaltung senken und vor allem: noch mehr einzeln verkaufen als bisher. Mit dem Verkauf der Viterra im Juli ist ein Paukenschlag erfolgt. Weitere Verkäufe von gesamten Wohnungsunternehmen und auch Einzelverkäufe werden folgen.
Politiker helfen mit
Die neue CDU-FDP-Regierung in Düsseldorf hat angekündigt, die Kündigungssperrfrist nach Umwandlung von Miets- in Eigentumswohnungen empfindlich zu streichen. Die 110.000 Wohnungen der landeseigenen LEG sollen verkauft werden. In Berlin wird die Einführung steuerbefreiter Börsenfonds (REITs) geprüft. Das wird die nationale und internationale Spekulation mit dem Grundbedürfnis Wohnen noch gewinnträchtiger machen.

Dagegen fordern wir:
- Die Kündigungssperrfrist bei Umwandlung muss bleiben! Kündigungssperrfrist auch bei Hausverkauf!
- Keine Privatisierung der LEG-Wohnungen!
- Unterstützung von Alternativen zur Privatisierung statt Abschaffung des Sozialen Wohnungsbaus
- Keine Zulassung von REITs

KOMMEN SIE ZUR MENSCHENKETTE AM 2. SEPTEMBER!
Die Teilnehmer/innen der Menschenkette sammeln sich um 18:00 Uhr am „Rondell“, an der Ecke Flöz Dickebank/Ottilienaustraße. Wenig später soll die Menschenkette gebildet werden. Ein Böllerschuss kündigt an, dass die „Kette“ steht. Nach 15 Minuten begeben sich die Teilnehmer/innen wieder zum „Rondell“. Dort wird es noch kurze Ansprachen geben.
Die Siedlung Flöz Dickebank liegt in Gelsenkirchen-Ückendorf (südl. GK-Hbf) östlich der Bochumer Straße. Für mit PKW oder Bussen anreisende Besucher/innen werden spezielle Parkmöglichkeiten ausgeschildert. Die Besucher werden zum Parken eingewiesen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man die Siedlung z.B. von Gelsenkirchen Hbf mit der Straßenbahn Richtung Bochum.

Ansprechpartner: Helmut Lierhaus (Mieterverein Dortmund) 0231-55765636; Susanne Boymanns (GK, BI Wohnen in Hassel) 0209-639294; Traudel Tomshöfer (GK, Flöz Dickebank) 0209-21525; Knut Unger (v.i.s.d.P., MV Witten, Schillerstr. 13, 58452 Witten ) 02302-392888


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