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14. September 2006 (Ohne Kategorie)

Sachverständige fordern 30 % weniger Hartz

Arbeitslosengeld II runter auf 240 Euro - das hat die Mehrheit der sogenannten "Wirtschaftsweisen" der Bundesregierung empfohlen. Nur wer in "gemeinnützigen Arbeitsgelegenheiten" arbeitet, soll weiterhin den Regelsatz von 345 Euro bekommen.

Auch den kleinen Zuverdienst wollen die "Weisen" abschöpfen: Die ersten 200 Euro selbstverdientes Geld sollen voll auf die Sozialleistung angerechnet werden. Erst wer zwischen 200 und 800 Euro erar-beitet, darf die Hälfte des Entgeltes behalten. Damit wollen die "Weisen" 350.000 Niedriglohn-Jobs schaffen.
"Ein eklatanter Verstoß gegen die Menschen-würde", meinte dazu die Gewerkschaft ver.di. In der Tat: Schon der jetzige Regelsatz liegt unter dem nach "Warenkörben" berechneten Existenzminimum. Die Sozialverbände fordern mindestens 420 Euro.
"1-Euro-Jobs" gibt es einerseits nicht genug und andererseits verdrängen sie massiv reguläre Arbeitsplätze. Sieben Millionen Menschen arbeiten schon heute für Niedriglöhne und eine Million verdient so wenig, dass sie zusätzlich ALG II bekommen.


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